Unsere Basisleistungen

Das Langzeit-EKG erlaubt die Aufzeichnung jedes einzelnen Herzschlags über einen längeren Zeitraum. Während dieser Zeit werden Klebe-Elektroden am Oberkörper des Patienten befestigt, die über mehrere Kabel mit einem kleinen Aufzeichnungsgerät verbunden sind. Dieses Gerät trägt der Patient während der gesamten Zeit bei sich.

Die Aufzeichnungsdauer variiert zwischen 18 und 24 Stunden, in Einzelfällen bis 72 Stunden.

So können Herzrhythmusstörungen dokumentiert werden. Wir sehen z.B. Pausen im Herzrhythmus oder einen zu schnellen Herzschlag, auch ein unregelmäßiger Herzschlag wird erfasst.

Wichtig ist das Führen eines Tagesprotokolls, um mögliche Beschwerden dem EKG zuzuordnen.

Beim Belastungs-EKG erfolgt eine körperliche Belastung auf einem speziellen Fahrrad, dem Fahrradergometer. Der Patient fährt quasi Rad und soll gegen eine stufenweise steigende Last antreten, bis zur muskulären Erschöpfung oder bis zum Erreichen bestimmter Abbruchkriterien. Während der Untersuchung werden kontinuierlich EKG-Kurven abgeleitet. Es werden engmaschig Blutdruck und Puls überprüft. Im abgeleiteten EKG sowie im Blutdruckverhalten können Rückschlüsse auf mögliche Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße gezogen werden.

Die Dauer der Untersuchung mit Vorbereitung und Erholungsphase beträgt ungefähr eine halbe Stunde. Ob Medikamente vorher pausiert werden sollen, wird individuell festgelegt.

Die Langzeitblutdruckmessung ist eine Untersuchung des Blutdrucks über 24 Stunden. Dabei wird der Blutdruck alle 15-30 Minuten Mithilfe einer Oberarmmanschette und eines automatischen Blutdruckgerätes zu Hause gemessen. Diese Untersuchung dient einer genaueren Beurteilung des Blutdrucks im alltäglichen Leben und wird nicht durch mögliche Aufregung/Stress in der Arztpraxis fälschlicherweise zu hoch gemessen. Durch die zusätzliche Messung in der Nacht kann der Blutdruck detaillierter eingestuft werden.

Sonographie:

Die Ultraschalluntersuchung ist eine sehr bewährte Untersuchung mit guter Auflösung auf Basis von Ultraschallwellen. Die Schallübertragung wird durch das Auftragen von Ultraschallgel ermöglicht. Es besteht keine Strahlenbelastung. Die Untersuchung birgt keine Risiken oder Nebenwirkungen. Vor der Untersuchung ist es optimal nüchtern zu erscheinen, um die Darmgasbildung möglichst gering zu halten. Die Ultraschalluntersuchung ist bei den meisten Patienten gut durchführbar und ermöglicht einen guten Überblick über die wichtigsten Organe, weiterhin können auch Unterhautfettgewebe und Muskulatur untersucht werden.

Sonographie Abdomen:

Die Untersuchung des Bauchraums ermöglicht eine Darstellung von Milz, Leber, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Harnblase und den großen Gefäßen sowie der wichtigsten Lymphknotenstation im Bauchraum. Unsere Praxis bietet zudem für bestimmte Indikationen eine Darmsonographie an. Hierzu zählen unklare Unterbauchschmerzen, deutliche Verdauungsstörungen, und ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verlaufsbeobachtung von chronischen Darmerkrankungen. Die Darmwand des Dickdarms und anteilig des Dünndarms lässt sich relativ gut darstellen und größere Entzündungen oder Wandverdickungen können erkannt werden. Auch eine Blinddarmentzündung lässt sich häufig mit Ultraschall diagnostizieren.

Sonographie Schilddrüse:

In der Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse lässt sich die Größe der Schilddrüse darstellen. Die Schilddrüse ist ein Drüsengewebe und neigt zu Knotenbildungen. Im Ultraschall lassen sich relevante kleine und große Knoten darstellen und mittels Perfusionstechnik (Darstellung der Durchblutung) können die Knoten teils eingegrenzt werden. Wichtig ist es Risikoknoten zu erkennen und im Verlauf zu kontrollieren. Ein sicherer Ausschluss eines Tumors ist dann im weiteren ggf. durch eine Szintigraphie über radiologische Praxen erforderlich.

Sonographie der Carotis-Intima:

Durch eine Ultraschalluntersuchung der Halsgefäße lässt sich die Dicke der Halsschlagaderwand darstellen. Dies ermöglicht eine Risikoeinschätzung für die langfristige Bildung von relevanten Verkalkungen, Plaques und Verengungen der Halsschlagadern. Hiermit lässt sich ein Schlaganfallrisiko besser einschätzen. Natürlich spielen weitere Faktoren eine Rolle wie familiäre Belastung für Herzinfarkt oder Schlaganfall sowie auch die Höhe der Blutfette.

Die Jugendschutzuntersuchung J1 ist eine Früherkennungsuntersuchung  für Mädchen und Jungen im Alter zwischen 12 und 14 Jahren.

Die J1 bietet eine ärztliche  Beratung zu Fragen der körperlichen, seelischen und sozialen Entwicklung.  Es erfolgen weiterhin eine körperliche Untersuchung und eine Impfberatung.

Download: Fragebogen Jugendvorsorge J1

Ab dem 18. Lebensjahr können Sie einmalig und ab dem 35. Lebensjahr alle 3 Jahre an einem Gesundheits-Check-Up teilnehmen.

Schwerpunkt der Untersuchung ist die Früherkennung und Vermeidung von Erkrankungen des Herz- und Kreislaufsystems und von Stoffwechselerkrankungen wie beispielsweise Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen.

Hierzu wird Ihr Arzt Sie körperlich untersuchen, Ihre Krankengeschichte erfragen, eigene und familiäre Risikofaktoren erheben und Ihren Impfstatus erfragen. Auch eine Blut- und Urinuntersuchung gehört zum Check-Up.

Nicht vergessen – Bringen Sie zur Untersuchung bitte Ihren Impfausweis und Ihren aktuellen Medikamentenplan mit. Für die Blutuntersuchung ist es wichtig, dass Sie nüchtern sind.

Ab dem 45. Lebensjahr besteht einmal jährlich Anspruch auf eine Tastuntersuchung der Prostata, eine Untersuchung der Lymphknoten der Leiste und der äußeren Genitalien.

Diese Untersuchung dient dem frühzeitigen Erkennen von Prostatakrebs und von Erkrankungen der Geschlechtsorgane.

Die Darmspiegelung dient der Vorbeugung und der Früherkennung von Darmkrebs. Die Untersuchung wird für Männer ab dem 50. Lebensjahr und Frauen ab dem 55. Lebensjahr empfohlen und kann zweimalig im Abstand von 10 Jahren in Anspruch genommen werden.

Zur Darmkrebsfrüherkennung (nicht jedoch zur Vorbeugung) kann alternativ eine Untersuchung auf verborgenes Blut im Stuhl durchgeführt werden. Diese Untersuchung wird für Frauen zwischen dem 50. und 54. Lebensjahr angeboten. Männern zwischen 50. und 54. Jahren steht die Untersuchung auf Blut im Stuhl anstelle einer Darmspiegelung zur Verfügung.

Ab dem 55. Lebensjahr besteht sowohl für Männer als auch für Frauen die Wahl zwischen einem Test auf Blut im Stuhl oder zwischen 2 Darmspiegelungen im Abstand von 10 Jahren. Sollte bei der Untersuchung Blut im Stuhl nachgewiesen werden, wird eine Darmspiegelung empfohlen.

Weiterführende Informationen zu Früherkennungsuntersuchungen finden Sie z.B. beim Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

Disease-Management-Programme (DMP) sind strukturierte Versorgungsprogramme für Patienten mit chronischen Erkrankungen. Ziele der jeweiligen Programme sind die Verringerung der aktuellen Beschwerden, sowie die Vermeidung von Komplikationen und Begleiterkrankungen. Eine freiwillige Teilnahme an einem DMP wird für Patienten mit folgenden chronischen Erkrankungen angeboten:

  • Koronare Herzkrankheiten (KHK)
  • Diabetes mellitus Typ 1
  • Diabetes mellitus Typ 2
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
  • Asthma bronchiale

Die Behandlung innerhalb eines DMP beinhaltet Schulungsmaßnahmen, medikamentöse Therapien und regelmäßige Kontrolluntersuchungen ggf. auch in Abstimmung mit verschiedenen Fachärzten. Zusammen mit ihrem Hausarzt als medizinischer Ansprechpartner werden in festgelegten Zeitabständen (z.B. alle drei oder sechs Monate), Behandlungsfortschritte standardisiert dokumentiert und individuelle Therapiepläne gemäß des aktuellen Stands der medizinischen Wissenschaft vereinbart. Notwendige Behandlungsschritte werden eingeleitet und seitens des Hausarztes koordiniert. Im Rahmen des DMP erhalten Patientin regelmäßige Informationen, eine kontinuierliche Betreuung und dadurch mehr Sicherheit im Umgang mit ihrer chronischen Erkrankung.

Die Lungenfunktionsuntersuchung (Spirometrie) dient der Untersuchung und Verlaufskontrolle von Atemwegserkrankungen.

Für die Untersuchung werden Sie gebeten über ein Mundstuck in ein Gerät zu atmen, dabei werden Ihre Atemflüsse und Ihre Lungenvolumina gemessen.  Gegebenenfalls erhalten Sie ein die Bronchien erweiterndes Spray um zu untersuchen, ob sich Ihre Lungenfunktion hierunter verbessert (Reversibilitätstest).

Diese Messungen geben Aufschluss über das Vorliegen von Lungenerkrankungen wie beispielsweise Asthma oder chronisch obstruktive Lungenerkrankungen.

Vor der Untersuchung sollten Sie nicht rauchen. Ob Sie Ihre Inhalationssprays vor der Untersuchung pausieren müssen, teilt Ihnen Ihre Ärztin/Ihr Arzt mit.